Dienstag, 26. Mai 2009

Blog-Bücher

Auch wenn ich ein Newbie bin in der großen, weiten Welt der Blogosphere - etwas kann man nicht übersehen: die Kochblog-Szene brummt. Zu fast jedem Thema gibt es ein Blog: vom bloggenden Fleischer über "anonyme Köche" bis hin zum Keksblog. Und wie früher in Großmutters Küche werden Rezepte ausprobiert, Tipps und Tricks ausgetauscht und Geschichten über die Familie erzählt.

Manch einer bloggt so erfolgreich, dass sogar die "traditionellen" Medien darauf aufmerksam werden. Und so springen die Verlage mit auf den Web2.0-Zug - und machen das Blog zum Buch.

Aktuell gibt's drei Bücher, die auf Blogs basieren:

Nicole Stich schreibt seit 2005 über ihre "delicious days" - 2008 wurde ein Kochbuch daraus. Praktisch für alle Englisch-Muffel: Es ist in deutscher Sprache erschienen. (Es gibt aber auch eine englischsprachige Ausgabe.)
Im Buch sind jede Menge Rezepte, zusammen mit Kommentaren und Geschichten liest es sich wie das Blog - nur eben nicht am Bildschirm... Die Fotos hat die Autorin ebenfalls alle selber gemacht, sodass es ein sehr persönliches Kochbuch geworden ist.
Die Rezepte sind vielfältig: Ob Asia-Hähnchen-Sesam-Salat, Passionsfruchtparfait, Zwiebelbrot mit Malzbier oder Gewürfeltes Risottto mit Lammspießchen - da kann man sich ordentlich inspirieren lassen...







Clotilde Dusoulier lebt in Paris und schreibt schon seit 2003 an ihrem Blog Chocolate & Zucchini. Und seit 2007 gibt es auch hierzu ein Kochbuch (in englischer Sprache). Besonders französisch sind die Rezepte - abgesehen von den französischen Rezeptbezeichnungen - aber nicht. Wobei: "Œuf à la Coque, Mouillettes à l'Artichaut" klingt ja auch viel besser als "Soft-Boiled Egg with Artichoke Soldiers"...
Auch hier sind die Rezepte ergänzt durch persönliche Ansichten und Berichte.
Hat da sich etwa GU von diesem Buch zu "Delicious Days" inspirieren lassen?







Ein ganz anderes Projekt hat(te) sich Julie Powell vorgenommen: das "Julie/Julia Project"
365 Tage, 524 Rezepte und 1 winzige Küche - so lautete der Untertitel des dazu gehörigen Buches. Julie Powell hatte mit Ende zwanzig eine kleine Sinnkrise - und anstatt zum Psychotherapeuten zu rennen, beschloss sie, innerhalb eines Jahres alle Rezepte aus Julia Childs "Mastering the Art of French Cooking" nachzukochen. Diese Geschichte ist so abgefahren, dass sie sogar verfilmt wurde (u.a. mit Meryl Streep).
Den Trailer kann man sich hier schon anschauen - in Deutschland wird der Film aber erst im September anlaufen. Die Vorschau verspricht einen sehenswerten Film mit einer ordentlichen Portion Kalorien...









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