Freitag, 19. Juni 2009

Fast Food


Wer Kochbücher verkauft, der sollte ab und an auch mal eins lesen... Mach ich gerade und zwar: "Einfach genießen" von Nigel Slater. Was der Herr Slater so schreibt, gefällt mir sehr - und liegt auch voll auch im Trend: gute Produkte, Zubereitung ohne viel Tam-Tam (oder Chi-Chi, was man aber laut mundmische.de eher Schi-Schi schreibt...) - einfach gutes Essen!

Und ich freu mich über Einsichten, die ich teilen kann: "Es passiert einfach. Trotz aller Vorsätze, nur reine, biologisch angebaute und umweltfreundliche Lebensmittel zu essen, sitzen Sie nun im McDonalds oder Burger King. Ihre Zähne graben sich in das weiche Brötchen, dass die scharf-süße Sauce hervorquillt (obwohl nie genug von ihr da ist). Die Gurke brennt auf der Zunge. Herrlich! Das Schaumgummibrötchen ist ein Geschenk Gottes. Sie wischen den Rest Sauce mit einem warmen Salatblatt oder mit einer kalten Pommes aus der Styropor-Box und lecken sich den letzten süß-salzigen Tropfen aus den Mundwinkeln." (aus: Nigel Slater "Einfach genießen")


Dem kann ich nur zustimmen - muss einfach manchmal sein! Dazu fällt mir spontan wieder die "Burger-Story" aus dem letzten Jahr ein. Ferran Adrià, der Ober-Hyper-Super-Duper-Koch hatte doch tatsächlich gesagt, dass selbst er zu diesem Preis keine besseren Burger machen könne. (nachzulesen z.B. hier) Auch wenn diese Aussage an sich ja schon eine gewisse Ironie beinhaltet, gab's eine gepfefferte Reaktion von Jürgen Dollase darauf in FAZ... (hier) Schwupps! War der Fastfood-Streit geboren. Und natürlich hat er sich's nicht nehmen lassen, den besagten Burger etwas näher zu untersuchen:


Und nun? Nigel Slater oder Jürgen Dollase?? Was für eine Misere! Und letztendlich muss das wohl jeder für sich entscheiden.

Und es bleibt ja auch immer noch die Alternative des Selbermachens: Brötchen, Salat, 'ne ordentliche Bulette, Gürkchen, Zwiebel, Tomate, Käse, Sauce, Ketchup, Bacon, ...
Oder mit gegrillter Aubergine, Tomate, Rucola, Pilzen, Thymian, Rosmarin? Oder wie wär's mit Brioche, Kobe Rind, schwarzem Trüffel und Sprossen?

Hui, da gibt's soooo viele Variationen - so viele sogar, dass es Burger-Bücher gibt wie das nagelneue "Burger Bar" von Hubert Keller und Penelope Wisner. Yummy!



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