
Das Institut für Koch- und Lebenskunst hat wieder ein neues Kochbuch des Monats gekürt. Für den September steckt "Der Philosoph im Topf".
Eigentlich ist das fast kein Kochbuch, denn es gibt mehr zu lesen als zu essen.
Macht aber nix! Die Autoren Klaus Ebenhöh und Wolfgang Popp stellen verschiedene "Denker" und deren Gedanken zum Essen vor. Dabei sind die klassischen Philosophen (Diogenes, Immanuel Kant, Arthur Schopenhauer, Friedrich Nietzsche,...), es kommen aber auch Namen vor, die Kochkunst-Fans häufig "über den Weg" laufen: Jean-Anthèlme Brillat-Savarin, Carl Friedrich von Rumohr oder Filippo Tommaso Marinetti.
Passend zu jedem Philosophen gibt es natürlich auch einige Rezepte. Was ich hierbei wirklich witzig finde sind die Anregungen, wie man das Menü passend gestalten sollte.
Bei Diogenes beispielsweise lautet die Empfehlung: "Will man essen wie Diogenes, muss man betteln. Vielleicht sind Freunde ja so nett und bringen dem Gastgeber etwas für ein gemeinsames Mahl mit. [...] Wer nah am Original dran sein will, greift am besten zu Brot, Käse und Oliven."
Bei Rumohr kann man sich heute noch ein Scheibchen abschneiden, denn seine "Vorschriften für die Tafel sind geprägt vom richtigen Maß - sowohl was den Konsum als auch was den Umgang bei Tisch betrifft. Keine belangslosen Themen, besser eine sinnreiche Unterhaltung über Kunst und Kochen."

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